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Hämatom - Stay Kränk
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HÄMATOM melden sich mit zweitem Longplayer STAY KRÄNK zurück. Während ein Arzt versucht seine Patienten schnellstmöglich zu heilen, um ihn als gesunden Menschen zurück in die Normalität zuschicken, geht das Ärzteteam von HÄMATOM einen anderen Weg: Wer hier auf dem OP Tisch liegt, kommt so schnell nicht mehr herunter. Wurde das Virus der Andersartigkeit einmal diagnostiziert, so wird es mit der hauseigenen Spezialrezeptur weitergezüchtet, auf dass es wie eine Pandemie um sich greift. Die Doktoren NORD, OST, SÜD und WEST scheuen dafür keinen Eingriff, das Skalpell wird angesetzt, und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf.

Stay Kränk ist kein Konzeptalbum, sondern die ehrliche Niederschrift von gemeinsam im Proberaum und auf Bühnen verfeinerten Songs.

Zeit zum Überdenken und Reflektieren räumt sich Hämatom bewusst wenig ein. So wie es Ihnen das erste Mal über die Lippen kommt, ist es am wahrhaftigsten und am aufrichtigsten! Das Schminken und Tunen überlässt HÄMATOM anderen Bands. HÄMATOM: „Wir sind auf der Jagd nach Rohdiamanten!“ Geschliffene Luxusobjekte aus dem Schaufenster zu kaufen ist uns zu langweilig.

Auf ihrem neuen Silberling sind HÄMATOM so griffig wie noch nie. Hörbar ist nach wie vor die Wut, die in ihren Bäuchen steckt, doch haben sie den Umgang mit selbiger weiterentwickelt und ausgereift. Statt wie auf ihrem Debut, teilweise den Frust in sich hineinzufressen, wird jetzt kompromisslos ausgeteilt.

Das Album ist ein Aufruf zur Bekämpfung der Normalität, eine Abrechnung mit allem, was schon lange „fällig“ ist.


Tracklist:
01. Friss oder stirb
02. Auge um Auge
03. Stay Kränk
04. Spieglein
05. Schau sie spielen Krieg
06. El Mariachi
07. Eva
08. Sucht
09. Verpiss dich
10. H.W.A.
11. Unser Ende
12. Scheissegal

Homepage: www.haematom.de
MySpace: www.myspace.com/haematommusic

Veröffentlichung: 15.01.2010

Quelle: AbsolutePromotion

Einzig, und garnicht artig! Erst seit knapp über fünf Jahren besteht die Formation Hämatom. Umso erstaunlicher das mit "Stay Kränk" nun bereits das dritte Album der vier Franken dem Hörer vorgestellt wird.
Nüchtern betrachtet bietet "Stay Kränk" Power Metal, gepaart mit Punk und deutschem Schreigesang vom Feinsten. Vergleiche mit Rammstein oder späten Onkelz scheinen im ersten Augenblick als naheliegend - doch Hämatom schaffen durch ihre ganz eigene Gangart eine völlig neue Dimension der Interpretation von Punk und NDH. Unvergleichlich kraftvoll geht es mit dem Opener "Friss oder stirb" los, knallharte Gitarren, Schwerstarbeit für den Schlagzeuger, und alles unterstützt durch einen bärenstarken Gesang von Thorsten Scharf.

Ganz der alten Punk-Schule entsprechend ist "Friss oder stirb" ein selbstironischer Opener, so als wolle man die Hörerschar erstmal in die Hämatom-Welt einführen. "Auge um Auge" und "Stay Kränk" schließen musiktechnisch nahtlos an den Opener an, schnell wird auch dem größten Laien bewußt das hier eine Band am Werk ist die ihr Musikhandwerk versteht. Ebenfalls ganz im Stile des guten alten Punks sind die Texte - aggressiv, real und ungefiltert. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, Lyrics mit hohem Wahrheitsgehalt werden unverhohlt rausgebrüllt! Kreativität beweist das Quartett mit "Schau sie spielen Krieg". Musikalisch genauso hart wie der Großteil der anderen Stücke wird der Refrain dieses Stücks von einem Kind gesungen, im ersten Augenblick unorthodox wirkend verleiht es dem gesamten Stück jedoch mehr Nachhalt und Intensivität.

"Stay Kränk" ist alles in allem ein sehr kurzweiliges Album, etablierte Bands sollten sich warm anziehen. Mit Hämatom ist eine Formation auf dem Vormarsch die sich auch älteren Musikschematas bedient - diese aber in ein sehr modern und überzeugend klingendes Konzept der Gegenwart verpackt und wiedergibt! Mit "Sucht" und "Scheissegal" bietet Hämatom außerdem eindrucksvoll den Beweis das man auch ruhigere Stücke spielen, und eindrucksvoll herüberbringen kann.
"Stay Kränk" bietet alle Höhen und keine Tiefen des Genres, ein perfekt gespieltes Album das zur Zeit seinesgleichen sucht.

Begeisterung hat einen neuen Namen in der deutschen Metal / NDH Szene : "Stay Kränk".

Prädikat : Ein Muß

Autor/in: Dagonet

„Los geht*s!“.
Mit diesen Worten begrüßt mich der Opener „Friss oder stirb“.
Wie schon bei den seeligen „Böhse Onkelz“ wird hier vermittelt: Entweder mag man uns oder man mag uns nicht!
Im weiteren Verlauf der CD fühl ich mich auch unweigerlich an Bands wie „Böhse Onkelz“, „Weissglut“ und „Knorkator“ erinnert.
Die Songs rocken und fühlen sich dabei noch herrlich roh und dreckig an ohne dabei jedoch billig zu wirken.
Die Herren mit den Pseudonymen „Nord“, „Süd“, West“ und „Ost“ haben mich wirklich positiv überrascht. Der Leitsatz „beurteile ein Buch niemals nach dem Cover“ hat sich hier abermal bewahrheitet. Ich ließ mich von Albumtitel und Bandnamen beeinflussen, vorverurteilte und erwartete zunächst nicht viel.

Mit „Spieglein“ spricht mir die Band sogar aus der Seele und nicht nur ich bin wohl mittlerweile der diversen Casting-Shows im TV überdrüssig.
„Schau sie spielen Krieg“ besticht mit einem, von einem Kind, knuddlig süß intonierten Refrain und lässt einen trotz der Ernsthaftigkeit des Themas leicht schmunzeln.
„El Mariachi“ begrüßt uns mit einer wundervollen Akustikgitarre bevor uns Sänger Nord, begleitet von einem Rythmusbrett seine mexikanischen Sprachkünste vorführt.
Echtes Headbang- und Mitgröhlpotenzial hat „Eva“, der sich sofort zu meinem persönlichen Favoriten entwickelt hat.
Leicht Balladesk kommt „Sucht“ daher und greift das Problem und den Kampf oder den Nicht-Kampf gegen Drogen auf.
Ebenso balladesk und nur vor einer Akustikgitarre getragen verabschiedet uns „Scheissegal“ und entlässt uns aus dem Hörsaal der Herren „Hämatom“.

Autor/in: Lameth

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